20 Jahre

In eigener Sache:

 

2002 – 2022  -  20 Jahre „muzzle.de“

Wie doch die Zeit vergeht…! Ich finde ja, 20 Jahre sind in unserer schnelllebigen  und unbeständigen Zeit eine durchaus markante Größe. Und wie das mit solchen Marken so ist: Sie sind eine gerne genommene Gelegenheit einen  Moment lang zurück zu blicken und vor allem: Danke zu sagen.

DANKE an alle Kooperationspartner, Unterstützer, Mitwirkende, Freunde und Leser, die mich mit allerlei Hilfe, mit Rat und Tat, mit Anregungen, Kritik und Lob über die Jahre begleitet haben!

Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle an meinen langjährigen Kooperationspartner, die Reutlinger Traditionsfirma „Gottlob Brucklacher“ (seit 1888), deren Inhaber Gisela und Michael Wurster mich seit vielen Jahren zuverlässig unterstützen.

Neben dem Dank gehört auch der bereits erwähnte Rückblick für gewöhnlich zu einem Jubiläum. Aber keine Bange, es wird keine epische Abhandlung folgen, nur so viel wie eben „nötig“ ist, einen Werdegang zu rekapitulieren.

Wie alles begann:

Schon als Kind - ja, ich war auch mal jung – hatte ich eine gewisse Affinität zu Waffen entwickelt. Eben wie viele andere Jungen auch. Nichts Großartiges. Die obligatorischen Kinderspielutensilien wie Pfeil und Bogen, ein kleines Westernholster mit Faschings-Revolver nebst Gewehr für Knallplättchen-„Munition“ und später auch ein Korkengewehr.  Heute von Gesinnungsethikern pädagogisch gerne als „hundepfui“ angesehen, war es damals in den 1960er- und 70er Jahren ein gewohntes Bild, im Grünen und an jeder Straßenecke Kinder damit spielen zu sehen.

Und ja, wir Kinder spielten tatsächlich noch draußen an der frischen Luft… und wurden trotz des Gebrauchs von Waffennachbildungen nicht zu irren „Waffennarren“ mit Weltherrschaftsanspruch oder heimtückischen Amokläufern.

Als Jugendlicher bekam man natürlich irgendwann das obligatorische Taschenmesser geschenkt und gönnte sich später vom angesparten Taschengeld ein repräsentatives Fahrtenmesser. Kaum Volljährig entdeckte ich den Markt der Schreckschusswaffen für mich. Anschauungsmaterial gab es ja damals noch in jedem Versandhauskatalog von „Quelle“ bis „Neckermann“, was heutzutage - aufgrund allgemeiner Waffenhysterie - zu einem fulminanten Shitstorm der vielen Hoplophobiker  gegenüber den Anbietern gereichen würde.

So legte ich mir für den Silvesterspaß die SRS-Waffe „Reck Baby Automatik“ (blöder Name) zu. Bei einer blieb es natürlich nicht. Es folgte, dem schmalem Budget geschuldet, ein Revolver-Fehlkauf (UMAREX „Police Python“). Beide besitze ich aus eher sentimentalen Gründen noch heute, genau wie eines meiner Spielzeug-Gewehrchen aus Kindertagen.

Entwicklung einer Sammlung:

All das oben genannte war der Grundstock für meine heute recht umfangreiche Kollektion an Freien Waffen, wobei es nicht bei SRS-Waffen blieb. Der beste Kumpel hat eine „Record“-Knicklauf-Lupi. Sowas möchte man dann auch haben… ;-) Von einer Tante wurde mir des Onkels „Weihrauch“-Luftgewehr vererbt. Wie das eben so ist…

Das Faible und die Sammelleidenschaft  für CO2-Waffen wurde bei mir geweckt, als die Firma „UMAREX“ Mitte der 1990er Jahre das Modell „Walther CP88“ auf den Markt brachte.

Denn die „Walther CP88“ stellt definitiv einen Meilenstein in der Geschichte der CO2-Actionwaffen dar. Es war das erste Modell dieser Bauart aus dem Hause UMAREX (Made in Germany), und dabei wurden von deren Konstruktionsabteilung etliche innovative Ideen verwirklicht, wie u. a. das patentierte Kapselschnellspannsystem. Eine Sportwaffe die möglichst nahe an ihrem Großkalibervorbild “Walther P88” ausgerichtet ist. Alle Bedienelemente wurden vom Vorbild übernommen, wenn auch mit anderen Funktionen belegt, und dem Originalgewicht sollte die Waffe auch entsprechen. Diese Detailtreue war bis dahin unerreicht. Das machte mir Appetit auf mehr, …viel mehr. ;-) Ein Streben nach Besitz und Umgang mit nicht erwerbsfreien Feuerwaffen gab es, trotz des theoretischen Interesses an der Materie, bei mir aber nie.

Schub durch das Internet:

Das Internet ist in vieler Hinsicht Segen und Fluch zugleich. Segen ist es auf jeden Fall für den möglichen Austausch mit gleichgesinnten Hobbyisten sowie die spezifische Informationsbeschaffung. Und das auch gleich noch weltweit und praktisch zu jeder Zeit.

Im März Anno 2000 wurde ich auf ein frisch ins Leben gerufenes Projekt aufmerksam. Es trug den Namen „co2air.de“ und wurde von drei EDV-affinen Waffen-Enthusiasten betreut. Es war damals die Geburtsstunde eines bis heute existierenden Diskussionsforums rund um das Thema „Freie Waffen“. Das heute kommerziell geführte Board ist sicher den meisten Waffenfreunden ein Begriff. Damals war es im deutschsprachigen Raum ein Unikat. Ich war sofort Feuer und Flamme und von der ersten Stunde als omnipräsenter User und kurz darauf mitwirkender Moderator mit unter anderem auch administrativen Aufgaben dabei. - Forumsmotto: „Wo wir sind, ist vorne!“

Dieses Engagement hat mir viele Einblicke und Kontakte beschwert. So erhielt ich z. B. zweimal (2002, 2006) die Einladung zu einer Firmenbesichtigung beim Arnsberger Unternehmen „UMAREX“ und die Firma „Röhm Sportwaffen“ lud mich zur „IWA2002“ auf ihren Messestand ein. Alles unvergessliche Erlebnisse und Erfahrungen.

Im Jahre des Herrn 2001 wuchs in mir die Idee, mit einer eigenen Webpräsenz an den Start zu gehen. Einen Namen hatte ich schnell gefunden. Er sollte natürlich einen Waffenbezug haben und möglichst kurz und einprägsam sein. Ich denke, das ist mit „muzzle.de“ recht ansprechend gelungen.

Inhaltlich war die Intention zunächst eine Art Online-Katalog meiner eigenen Sammlung ins Netz zu stellen, also öffentlich verfügbar zu machen, um per Link bei Bedarf eine Art Informations- und Diskussionsgrundlage z. B. in einschlägigen Foren bieten zu können. Im Laufe der Jahre wurde sukzessive dann von Art und Umfang deutlich mehr daraus. Das hätte ich mir beim Start meiner Webpräsenz 2002 niemals vorstellen können. So bleibt mir abschließend nochmals danke zu sagen an alle die ihr Interesse bekundet und Beitrage dazu geleistet haben, sodass „muzzle.de“ nun schon solange Bestand hat.

Die höchste Stufe der Wertschätzung erhält man mit dem Prädikat „Kult“. 

Das habe ich erreicht (laut “Sho Ishida” siehe unten). Mehr geht nicht.

Mit besten Grüßen     

GUNIMO